Von ihr kennen wir inzwischen auch weit über 1.000 Sorten. Am besten gedeihen sie in einem Gewächshaus, da sie Regen und Wind schlecht vertragen, aber konstante Wärme sehr schätzen. Alternativ empfiehlt sich ihre Pflanzung in Töpfen, die geschützt an einer Hauswand mit Überdachung stehen.

Welche Variation der Tomate gibt es?

Strauch- oder Buschtomaten:
Sie sind ideal für Balkon, Blumenampeln und Gärten mit wenig Platz. Sie benötigen keine besondere Rankhilfe und das Ausgeizen der Triebe ist nicht notwendig.

Stabtomaten:
Sie benötigen Hilfe beim Wachstum in Form von Stäben aus Holz, Bambus oder Aluminium. Ihre Seitentriebe müssen zeitgerecht entfernt, sprich ausgegeizt werden.

Cocktailtomaten:
Diese Kategorie umschreibt alle Tomaten, deren Gewicht zwischen 20 und 60 g pro Frucht beträgt. Es gibt sie in Rot, Orange und Gelb. Als kleinwüchsige Variante eignen sie sich perfekt zum Anbau in Topf oder Kübel. Cocktailtomaten sind sehr aromatisch und eine klare Bereicherung für jeden Garten.

Kirschtomaten/Cherry-Tomaten:
Sie umfassen die Sorten mit den kleinsten Früchten bis 20 g. Geschmacklich sind sie jedoch sehr lecker und in verschiedensten Züchtungen erhältlich.

Roma-Tomaten:
Ihre Erscheinungsform hat ihnen auch die Beinamen Eiertomaten und Flaschentomaten eingebracht. Sie sind die perfekte Wahl zum Kochen und Einmachen, da sie zum einen über einen sehr hohen Fruchtfleischanteil verfügen, andererseits aber nur wenige Kerne ausbilden.

Fleischtomaten:
Ihre großen Früchte sind im Inneren in Kammern unterteilt. Sie können pro Stück zwischen 100 g und über 1 kg auf die Küchenwaage bringen. Am bekanntesten unter ihnen ist das „Ochsenherz“. Um ihr typisches intensives Aroma bestmöglich entwickeln zu können, bevorzugen sie einen sehr warmen und sonnigen Standort.

Paprika-Tomaten:
Der Name täuscht, es handelt sich um keine Kreuzung aus Paprika und Tomate. Lediglich die äußere Form erinnert ein wenig an eine Paprika.

Wildtomaten:
Sie sind weitestgehend naturbelassen und durch Zucht nie nennenswert verändert worden. Dies macht sie zu robusten und widerstandsfähigen Gewächsen, denen Krankheiten und Schädlinge wenig anhaben können. Im Handel erhältlich sind überwiegend Kreuzungen mit Gartentomaten, die mit größeren Früchten und intensiverem Geschmack überzeugen.

Was kann man neben Tomaten pflanzen und was ist sonst noch zu beachten?

Pflanzzeit: Mitte Mai

Lichtverhältnisse

Tomaten sind klassische Vertreter der mediterranen Gemüsesorten und lieben es daher hell und sonnig.

Fruchtfolge

Tomaten zählen im Garten zu den Starkzehrern und Hauptkulturen. Dies bedeutet, dass sie im Beet nicht unmittelbar nach Tomaten gesetzt werden sollten. Ideale Nachfolger im Beet wären beispielsweise Blattgemüse wie Salat oder Spinat, aber auch Radieschen. Diese drei zählen zu den Schwachzehrern und sind klassische Vor- und Nachkulturen im Gemüsebeet. Die Bezeichnung Lückenbüßer haben sie zwar nicht verdient, umschreibt ihre Rolle im Gartenjahr aber ziemlich gut. In den Folgejahren können dann auch wieder stark zehrende Pflanzen an Ort und Stelle gesetzt werden. Sie sollten allerdings nicht zur Familie der Nachtschattengewächse gehören. Ideale Folgekulturen wären beispielsweise Bohnen, Süßkartoffeln und Mais. Bei Tomaten in Kübel oder Topf wird einfach die Erde getauscht und einer Nachfolge steht nichts im Wege. Darüber hinaus wird so das Verschleppen von Krankheitskeimen und Schädlingen vermieden, die sich im Erdreich ansiedeln können.

Nachbarschaftskonflikte

Gleich und gleich gesellt sich im Gemüsebeet nicht unbedingt gern. Kartoffeln zum Beispiel sind als Nachtschattengewächse zwar mit der Tomate verwandt, dies bedeutet jedoch auch das Risiko, dass ähnliche Erkrankungen und der Befall durch Mehltau gegeben sind. Weitere ungeliebte Nachbarn sind die Gurken, da sie den Mosaikvirus auf die Tomaten übertragen können. Fenchel ist ebenfalls keine gute Wahl, da er das Wachstum der Tomaten hemmen kann. Rote Bete und Erbsen sind mit ausreichend Sicherheitsabstand willkommen.

Bodenbeschaffenheit: humoser, nährstoffreicher Boden.

Bewässerung: Sehr großzügig, nie von oben gießen, nur direkt auf das Erdreich.